Die enge Zusammenarbeit im LEADER- und CLLD-Netzwerk ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit der LAG. Der kontinuierliche Austausch mit anderen Lokalen Aktionsgruppen und Regionalmanagements in Sachsen-Anhalt trägt dazu bei, Erfahrungen und bewährte Vorgehensweisen weiterzugeben. Vor diesem Hintergrund fand am 24. und 25. September 2026 im Dorint Hotel Magdeburg Herrenkrug eine Jubiläumsveranstaltung zu 35 Jahren LEADER und 15 Jahren CLLD statt. Sie würdigte die erfolgreiche Entwicklung beider Förderprogramme und bot dem LAG-Management Gelegenheit zum fachlichen Austausch mit Vertretungen der Fachministerien, Verwaltungsbehörden, Bewilligungsstellen und anderer LAG-Managements. Zugleich richtete sie den Blick auf die künftige Ausgestaltung von LEADER und CLLD, insbesondere auf die kommende Förderperiode ab 2028.
Impulsvorträge, Diskussionsrunden und Workshops beleuchteten aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven. Thematisiert wurden unter anderem die digitale Antragstellung, Kooperationsprojekte, die Sichtbarkeit des Förderansatzes sowie die geplante Neuausrichtung der europäischen Förderprogramme zur Entwicklung des ländlichen Raums. Dabei wurde deutlich, dass LEADER auch künftig eine wichtige Rolle bei der Entwicklung ländlicher Räume spielen soll, während die konkreten finanziellen und strukturellen Rahmenbedingungen noch offen sind.
Die abschließende Podiumsdiskussion unterstrich die Bedeutung eines nahtlosen Fortbestands der LAG-Strukturen und Managements. Gefordert wurden eine verlässliche Finanzierung der Übergangsphase, praxisnahe und einheitliche Verfahren sowie die frühzeitige Einbindung regionaler Erfahrungen in die weitere Programmierung.
Am zweiten Veranstaltungstag besichtigten die Teilnehmenden ausgewählte Projekte in verschiedenen LAG-Regionen Sachsen-Anhalts. Die Stationen reichten von der Domglocke „Credamus“ im Magdeburger Dom über die Arbeit einer Dorfkümmerin und ein Jugendzentrum in Bördeland bis zum Klosterhof Osterweddingen. Sie veranschaulichten, wie EFRE-, ESF+- und ELER-Mittel kulturelles Erbe bewahren, das soziale Miteinander stärken und lebendige Begegnungsorte schaffen.